Das Landeskompetenzzentrum Demenz Sachsen‑Anhalt wird verlängert. Damit können bewährte Angebote fortgeführt und neue Impulse in der Umsetzung der Demenzstrategie Sachsen‑Anhalt gesetzt werden.
Ein Schwerpunkt der Verlängerung ist die enge Kooperation mit zwei Landkreisen (Landkreis Stendal und Burgenlandkreis), um gelingende Netzwerkarbeit vor Ort auszubauen und Erkenntnisse für das ganze Land nutzbar zu machen.
Worum geht es in der Kooperation?
Ziel ist es, besser zu verstehen, unter welchen Bedingungen tragfähige, koordinierte und alltagsnahe Unterstützungsnetzwerke für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen entstehen und dauerhaft bestehen können.
Dafür werden bestehende Angebote und Netzwerkstrukturen systematisch erfasst, Erfolgsfaktoren identifiziert und die Ergebnisse gemeinsam mit den Regionen in Beteiligungsformaten aufbereitet.
Warum Stendal und Burgenlandkreis?
Im Landkreis Stendal gibt es bislang nur wenige demenzspezifische Vernetzungsstrukturen; hier soll der Aufbau modellhaft unterstützt werden.

Im Burgenlandkreis besteht bereits ein etabliertes Demenznetzwerk (mit vielen Partnern aus Gesundheits- und Sozialwesen sowie Kommunalverwaltung), das im Projekt weiterentwickelt und als Lern- und Transferbeispiel genutzt wird.
Nutzen für ganz Sachsen‑Anhalt
  • Praxisnahe Empfehlungen, wie Demenznetzwerke aufgebaut und verstetigt werden können, sind übertragbar auf weitere Landkreise und kreisfreie Städte.
  • Ein praxistauglicher Leitfaden, der die gewonnenen Erfahrungen strukturiert aufbereitet und anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden soll.
  • Stärkung von Zusammenarbeit und Koordination: Regionale Akteure können Aktivitäten besser abstimmen und Unterstützungsangebote alltagsnäher gestalten.
Geplante Laufzeit und Rahmen
Das Vorhaben ist auf 24 Monate ausgelegt und soll zum 01.12.2025 starten.

Vorgesehen ist die Förderung u. a. für wissenschaftliche Mitarbeit sowie begleitende kommunale und regionale Expertise in den Kooperationslandkreisen.